EU Regularien für den Außendienst

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Kommentar zum Erfahrungsaustausch am 27.02.2020

Wie Unternehmen z.B. für „fremde“ Maschinen zum Hersteller werden können und es möglich ist, dass sich die Kunden für Gebrauchtmaschinen eine “neue“ Gewährleistung erschleichen, das wurde den Teilnehmern erst zum Ende der Veranstaltung offenbart. Zuvor galt es aufzuzeigen, dass es ansonsten gut ausgebildeten Vertriebs- oder Servicemitarbeiter zumeist nicht bewusst ist, wann er durch seine Leistungszusagen oder durch einen nur sehr kurzzeitigen Einsatz im EU Ausland eine mitunter kritische Situation für den eigenen Betrieb ausgelöst hat.

Verhängnisvoll kann sich die Unkenntnis über gemachte Leistungsversprechen auf den Gewinn und die Betriebsziele auswirken, wenn nicht gar die gesamte Existenz des Betriebes gefährdet wird, wenn Mitarbeiter gegenüber Kunden fahrlässige Aussagen tätigen oder das Vertragswerk im Raum stehende Bedingungen und öffentlich rechtliche Vorgaben nicht zielführend behandelt. Dazu müssen die operativ in den Verhandlungs- und Serviceprozess involvierten Mitarbeiter eng mit den Personal-, Konstruktions-, Vertrags- und Dokumentationsabteilungen zusammenarbeiten, um die vielen, durchaus vom Kunden ausgelegten und mitunter beabsichtigten Fallstricke umgehen zu können.

Neben den kompetenten Ausführungen von Monika Weltin aus der Steuerabteilung des VDMA in Frankfurt am Main, zu der Arbeitnehmerentsendung und der notwendig zu beantragenden A1 Bescheinigung, konnte Martin Launer von der Kanzlei Osborne Clark kritische Situationen für den Außendienst in der Investitionsgüterindustrie beleuchten.

Die über dreißig Teilnehmer konnten darüber hinaus anhand von Beispielen erfahren, wie sich die Rechtsprechung der EU-Regularien auf alltägliche Situationen in der Maschinenbaubranche operativ auf die Geschäfte auswirken.

Auf der Veranstaltung galt es Lösungswege und praktikable Vorgehensweisen für die Praxis in der Investitionsgüterindustrie aufzuzeigen, notwendige Sensibilisierungen der Außendienstmitarbeiter darzustellen und einzufordern. Der interessante Austausch der durchweg gut informierten Mitarbeiter der maschinenbaubetreibenden Firmen rundete mit vielen werthaltigen Beiträgen die Veranstaltung des Landesverbandes Nord ab.

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