Erfahrungsaustausch Maschinenrichtlinie am 25.03.2020

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Maschinen und Anlagen unterliegen neben den technischen sowie kaufmännischen Aspekten, auch einer Anzahl von rechtlichen Anforderungen, welche für das Inverkehrbringen des Produktes von den Herstellern unbedingt zu beachten sind. Diese galt es praxisnah zu beleuchten.

Leider konnte der Hauptreferent, Thomas Kraus, krankheitsbedingt die Veranstaltung nicht durch seinen kompetenten Input befruchten, weshalb die Teilnehmer den Ausführungen von Axel Sandvoß folgen mussten. Neben den gesetzten Schwerpunkten, die nun aufgrund der veränderten Agenda etwas rudimentärer behandelt werden mussten, wurde die öffentlich rechtliche Inbetriebnahme, dessen Zeitpunkt und die Auswirkungen auf die Gewährleistung intensiver beleuchtet.

Ein Schwerpunkt auf der Veranstaltung war die anstehende Nivellierung der Maschinenrichtlinie mit Bezug auf die Digitalisierung im Maschinenbau und die Erstellung der Betriebsanleitung. Ein großer Teil des Konformitätsbewertungsverfahren, welches auch die Risikobeurteilung beinhaltet, wurde anhand von Unterlagen, die Thomas Kraus noch zusenden konnte, erörtert. Diese gehört, wie die CE-Kennzeichnung und die EU-Konformitätserklärung, zu den Herstellerpflichten. Eine unzureichende Betriebsanleitung birgt, wie ein fehlerhaftes Konformitätsverfahren und eine mangelhafte erstellte Risikobeurteilung, einige Risiken in sich, welche das erfolgreiche Geschäft im Maschinenbau, bis hin zur kompletten Rückabwicklung, gefährden können.

Jörg Handwerk, Geschäftsführer der CE CON GmbH aus Bremen, konnte zum Abschluss noch sehr praxisnah seine Erfahrungen im Umgang mit der Erstellung der Risikobeurteilung vorstellen. Aus der Praxis für die Praxis wurden so die bisherigen, aktuell und zukünftigen Anforderungen an die Hersteller im Maschinen- und Anlagenbau aufgezeigt.