BREXIT – was müssen Unternehmen jetzt tun?

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Auch zwei Jahre nach dem Referendum ist immer noch nicht klar, wie die EU und das Vereinigte Königreich künftig zusammenarbeiten werden.

Trotz des mittlerweile vorliegenden Entwurfes für einen Austrittsvertrag gehen die meisten Insider davon aus, dass dieser nicht durch das britische Parlament kommen wird und es wahrscheinlich zu einem „harten Brexit“, also einen Austritt Großbritanniens ohne Austrittsvertrag und Übergangsregelung, kommen wird.

Angesichts der mittlerweile drängenden Zeit trafen sich am 21.11.2018 Vertreter von 15 Unternehmen in Hamburg, trotz der noch unsicheren Rechtsgrundlage um sich über Fragen und Handlungsstrategien auszutauschen. Klar ist, dass Großbritannien ab 29. März 2019 nicht mehr Mitglied der EU sein wird und im Falle eines harten Brexits auf den Status eines normalen WTO-Mitglieds zurückfallen könnte. Dieses Szenario hätte immense Konsequenzen für die Unternehmen, die bisher vom freien Verkehr von Gütern, Dienstleistungen und Personen innerhalb der EU profitieren.

Daher wurden im ERFA BREXIT intensiv über verschiedenste Fragen und Aspekte diskutiert:

  • Sollte man seine Wertschöpfungsketten umbauen?
  • Was bedeutet der Verlust der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Serviceeinsätze und Subunternehmen?
  • Gibt es vertragliche Absicherungsmöglichkeiten bei Lieferverzögerungen?
  • Kann man sich durch Wahl anderer INCO Terms absichern?
  • Wie kann man Verzögerungen bei der Zollabfertigung sowie sonstige bürokratische Verfahren abfedern?
  • Muss die Exportabteilung verstärkt werden?
  • Wie kann man die Lieferfähigkeit in und nach Großbritannien im Ersatzteilgeschäft sicherstellen?

Es wurde klar, dass die Konsequenzen des BREXIT in vielen unternehmerischen Prozesse zum Tragen kommen werden und möglichst vorab bedacht werden sollten.

Weitere Informationen:

Alexandra Dreyer, LV NORD

 

und Yvonne Heidler, VDMA Außenwirtschaft