Maschinenbauer brauchen offene Märkte

KROENERT GmbH & Co. KG

Dr. Matthias Bartke MdB, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, im Gespräch mit Dr. Tarik Vardag und Markus Waterkamp, Geschäftsführer der KROENERT GmbH & Co KG

Frankfurt/Hamburg, 2. August 2018. Offene Märkte und freier Handel ohne Barrieren sind von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Insbesondere global agierende mittelständische Betriebe, darunter auch die häufig zitierten „Hidden Champions“, sind auf einen funktionierenden Freihandel angewiesen. Nur so können sie eine starke Position im internationalen Wettbewerb einnehmen und einen wichtigen Beitrag für Arbeitsplätze und Wohlstand in ihrer Region leisten. Das haben das Unternehmen KROENERT aus Hamburg und der VDMA im Rahmen einer Betriebsbesichtigung gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Bartke betont.

„Wir fertigen unsere Anlagen in Hamburg und haben eine Exportquote von über 60 Prozent. Die Freiheit des internationalen Waren- und Dienstleistungsverkehrs ist für unser Unternehmen und unseren Standort hier daher lebenswichtig. Allerdings wird die Entsendung von Monteuren ins Ausland komplizierter und arbeitsaufwendiger“ sagte Markus Waterkamp, Geschäftsführer von KROENERT.

„Es ist beeindruckend, was KROENERT weltweit leistet und damit hunderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hochqualifizierte Arbeit in Altona bietet. Mich hat überrascht zu erfahren, wie viele Dinge, die unseren Alltag bestimmen, durch eine Beschichtungsanlage von KROENERT mitgestaltet werden. Dass für eine einwöchige Entsendung von Mitarbeitern in jedem EU-Mitgliedsstaat unterschiedliche, komplizierte Meldevorschriften gelten, darf in einer Staatengemeinschaft wie der Europäischen Union nicht sein. Eine Harmonisierung und Koordinierung von Meldevorschriften innerhalb der EU erscheint mir dringend geboten.“, so der Altonaer Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Bartke.

Unterschiedliche Regelwerke behindern den Mittelstand

Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Dr. Matthias Bartke (SPD), erläuterte das mittelständische Unternehmen, das am Stammsitz in Hamburg rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, warum die "Hidden Champions" mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwarten. 

„Wir exportieren unsere Anlagen weltweit. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe technische Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Maschinen für den US-amerikanischen Markt müssen wir beispielsweise mit speziell zertifizierten Komponenten ausstatten. Das macht diese Maschinen teurer. Freihandelsabkommen sind vor diesem Hintergrund sehr wichtig, denn sie bauen sogenannte nichttarifäre Handelshemmnisse ab und machen uns somit wettbewerbsfähiger,“ erläutert Dr. Vardag, dessen Unternehmen ein weltweit führender Hersteller maßgeschneiderter Beschichtungs- und Kaschieranlagen ist.

Über 600.000 Arbeitsplätze im Maschinenbau vom Exportgeschäft abhängig

Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, zeichnete das Bild etwas weiter und unterstrich die Bedeutung des Freihandels für den gesamten Maschinen- und Anlagenbau: „Der Maschinenbau aus Deutschland hat im Jahr 2017 rund 226 Milliarden Euro umgesetzt, die Exportquote liegt bei über 78 Prozent. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze sind direkt vom Export abhängig. Daran wird deutlich, welch großen Stellenwert der Außenhandel für den industriellen Mittelstand hat.“ 
Hinzu komme, dass mittlerweile rund 35 Prozent des Exports in Länder mit hohen Einfuhrhürden gehe. „Freihandel braucht daher die klare Fürsprache in der deutschen Politik, denn es geht letztlich um Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land. Protektionismus und Abschottung werden hingegen alle Marktteilnehmer im In- und Ausland zu Verlierern machen“, betonte Ackermann.

Über die KROENERT GmbH & Co KG

KROENERT entwickelt, konstruiert und fertigt seit 1903 kundenspezifische schlüsselfertige Anlagenlösungen im Bereich der Beschichtungstechnologie bahnförmiger Materialien wie Papier, Folie und Film. Die auf KROENERT Maschinen hergestellten Produkte werden für flexible Verpackungen, technische Anwendungen sowie für erneuerbare Energien und den Umweltschutz eingesetzt. Die Zentrale mit eigenen Forschungs- und Testzentren hat ihren Sitz in Hamburg und beschäftigt dort rund 200 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.kroenert.de.

Über den VDMA

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt fast 3.200 vorrangig mittelständische Mitgliedsunternehmen der Investitionsgüterindustrie und ist damit einer der mitgliederstärksten Industrieverbände in Europa. Über 78 Prozent der deutschen Maschinenbauproduktion gehen in den Export. Mit einem Umsatz von rund 226 Milliarden Euro (2017) ist er einer der führenden Industriezweige in Deutschland.