Aus Daten Informationen machen

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Nutzen Sie die regionalen Veranstaltungen des VDMA Nord und investieren Sie hin und wieder in die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens.

Allein Daten z.B. in Form von Sensorwahrnehmungen, Zugriffszahlen oder Taktzeiten zu erheben, wird wohl kaum einen Hersteller bzw. Betreiber von Maschinen- und Anlagen beflügeln, daraus ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln oder abzuleiten. Vielmehr dürfte die Möglichkeit all diese Daten zu erheben, zunächst erst einmal den Eindruck erwecken, dass sich ein Überangebot an Erkenntnis in diesem Datenberg verborgen hält. Doch, oh Graus, wie diese Schätze bergen? Durch Hinzuziehung von Datenanalysten und IT Nerds, mit dem Auftrag die wichtigen Informationen aus dem Datenwulst zu extrahieren? Oder doch die Mitarbeiter aus dem operativen Geschäft lösen, um wenigstens einen Teil der möglichen Erkenntnisse zu bergen? So oder so, wird zunächst eine Überforderung eintreten, denn außer dem Genie, oder durch einen echten Glücksfall, wird sich in der Regel kaum erschließen lassen, in wie fern das (Über-) Angebot an Daten genutzt werden kann.

Das war auch oft in der Vergangenheit schon ein echtes Problem, nicht erst in Zeiten in denen eine vernetzte Wertschöpfungskette, oder die Erkenntnisse der Digitalisierung, den Wald vor lauter Bäumen verstellte. Ideen zu haben, und in ein lukratives Geschäftsmodell umzusetzen, war schon immer eine Kunst, die nicht viele beherrschen. Oft werden Ideen und deren Umsetzung erst durch Schwierigkeiten und Schmerzen geboren, denen man sich später mitunter gar nicht mehr bewusst ist. So hat der Abfüllanlagenhersteller, dessen Kunden die mangelnde Produktivität der Anlagen beklagten, erst beim “x-ten“ Mal erkannt, dass nicht die Abfüllanlage der Produktivität im Wege stand, sondern vielmehr die Logistik vor und hinter dem Abfüllprozess. Aus dem Anliegen, dem Kunden durch eine kompetente Beratung die ganze Produktivität der Anlage zu erschließen, ist dann letztendlich eine Serviceunit entstanden, die nicht nur den Umgang mit den eigenen Maschinen und Anlagen schult, sondern vor allem mehr und bessere Margen erwirtschaftet als das ursprüngliche Geschäftsmodell der reinen Maschinen- und Anlagenerstellung.

Doch wie lassen sich strukturiert neue Geschäftsmöglichkeiten entdecken? Wie können Potentiale, welche in der bisherigen Vorgehensweise, bzw. im bestehenden Geschäftsmodell versteckt liegen, identifiziert und geborgen werden? Das ist die eigentliche Aufgabe bei der Fortentwicklung des eigenen Unternehmens. Das Ringen um immer schnellere Produktlebenszyklen, die Umstellung auf agile und stetig effizientere Entwicklungs- und Innovationsprozesse, oder die digitale Ausrichtung der Unternehmensprozesse, wird es nicht allein erbringen. Vielmehr gilt es alle Mitarbeiter und Kunden, Kooperationspartner, Zulieferer und sogar die Marktbegleiter in die Betrachtung mit einzubeziehen. Bevor etwas effizient ausgestaltet werden kann muss sichergestellt werden, dass man das richtige tut. Effektivität vor Effizienz, Kreativität vor Optimierung – das heißt nicht, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess obsolet geworden ist, nur dass dies nicht die einzige Strategie bleiben darf. Ob Digitalisierung oder Kundenorientierung, ob Finanzierungs- oder Betreibermodell, alles sollte in den Überlegungen gedacht und durchgespielt werden, denn nur so werden sich die verborgenen Potentiale, die echten Schätze bergen lassen.

Auf den Erfahrungsaustauschveranstaltungen des VDMA Nord wird genau dieser Ansatz verfolgt. Nur so können neue Denkanstöße die bisherige Praxis beleuchten und hinterfragen, nur so können andere Praktiken und Erfahrungen das eigene Handeln für das Unternehmen befruchten. Nutzen Sie die regionalen Veranstaltungen des VDMA Nord und investieren Sie hin und wieder in die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Ansprechpartner ist Axel Sandvoß, Referent im Landesverband Nord,
Tel.: +49 40 50720713, Email: axel.sandvoss@vdma.org, https://nord.vdma.org