Schleswig- Holsteins Maschinenbauer blicken trotz Konjunkturdelle optimistisch in die Zukunft

K. Werner / H. Haase

Am „Tag des Maschinenbaus in Schleswig- Holstein“ besuchte Minister Dr. Bernd Buchholz Unternehmen, die ihre Ideen und Lösungen für den Weltmarkt erfolgreich entwickeln und so die momentan schwache Auftragslage überwinden.

Die Bestellungen von Maschinenbauprodukten aus Deutschland sind im vergangenen Jahr um 9 Prozent real zurückgegangen. Gleichzeitig ist der Personalbestand in den Unternehmen konstant geblieben oder sogar angewachsen.

Wie geht es der High-Tech-Investitionsgüterindustrie, gerade auch in Schleswig- Holstein? Darüber informierte sich Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholzam 7. Februar  vor Ort in den Unternehmen der Branche – fünf Firmenbesuche standen am Freitag auf seinem Programm. Sein Fazit: „Die Maschinenbauer blicken optimistisch in die Zukunft, die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen gerade hin zu CO2 einsparenden Produkten sind enorm, dafür wird weiterhin Fachpersonal gesucht. Aber auch in der Produktion gibt es viel zu tun, um am Standort Schleswig- Holstein für den Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.“

Gabler Maschinenbau GmbH, Solcon Systemtechnik GmbH, Universelle Engineering U.N.I. GmbH, GEA Tuchenhagen GmbH und Amandus Kahl GmbH & Co. KG waren die Stationen der Reise, die auch von Dr. Jürgen Holdhof, Geschäftsführender Gesellschafter der EDUR-Pumpenfabrik Eduard Redlien GmbH & Co. KG und stellvertretender Vorsitzender des VDMA Nord Vorstands, begleitet wurde. „Konjunkturelle Schwankungen sind wir gewohnt“, so Holdhof, „wir nutzen die derzeitige Konjunkturdelle, um unsere digitalen Hausaufgaben bei der Produktentwicklung und den Fertigungsprozessen zu machen. Gleichzeitig sind die Maschinen- und Anlagen unserer Branche so erfolgreich, weil sie unsere Kunden dazu befähigen, industrielle Produkte immer umweltschonender herzustellen – möglichst überall auf der Welt.“

Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit seinen 21.000 hochqualifizierten Beschäftigten und einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro (2018) der größte industrielle Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein. Die Branche exportiert rund dreiviertel ihrer Produkte und begleitet die Maschinen oft über den gesamten Lebenszyklus mit Service und Wartung. Der Ingenieuranteil in den Unternehmen liegt bei 18 Prozent.

„Die zukünftigen Bedarfe an Ingenieurinnen und Ingenieuren bewerten weit über die Hälfte der vom VDMA befragten Unternehmen als deutlich zunehmend. Hier bieten sich für die Firmen in Schleswig-Holstein gute Chancen, denn bei uns bilden wir genügend Nachwuchs an den Hochschulen und Universitäten aus“, kommentiert Minister Dr. Buchholz. Gleichzeitig wünscht er sich eine noch engere Verzahnung zwischen den Hochschulen und den Betrieben.