Künstliche Intelligenz bringt die Unternehmen voran und sichert die Zukunft

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Am "Tag des Maschinebaus in Schleswig-Holstein" besuchte Minister Dr. Bernd Buchholz Maschinenbauunternehmen, die ihre Ideen und Lösungen zur Künstlichen Intelligenz (KI) vorstellten und damit ihre Produkte und Prozesse auf einen neuen Level heben wollen.

KI braucht aber auch politische Intelligenz und deshalb üben die schleswig-holsteinischen Unternehmen den Schulterschluss mit Minister Buchholz. "Mit dem großen Know-how der deutschen Maschinenbauer im Rücken wollen wir in Schleswig-Holstein gemeinsam unsere Chancen nutzen, um mit KI- Anwendungen eine führende Rolle auch weltweit einzunehmen", sagte der Minister am Ende seiner Besuchsreise zu vier High-Tech Unternehmen im Land.

"Wir müssen die Chancen für unsere Industrie jetzt nutzen und unsere Führungsrolle in unserer Branche verteidigen", erläuterte Dr. Jürgen Holdhof bei der Abschlusspressekonferenz in seinem Unternehmen EDUR-Pumpenfabrik in Kiel, "wir haben jetzt zusammen mit anderen Pumpenherstellern eine intelligente Plattform installiert, mit der wir neue Kunden mit Systemlösungen bedienen können und die Kundenanforderungen und Serviceleistungen in Zukunft mit KI voraussagen möchten", sagte Holdhof weiter.

"Wir brauchen jetzt Tempo und einen innovativen politischen Rahmen", forderte Norbert Basler, Aufsichtsratsvorsitzender der Basler AG, dem Spezialisten für Industriekameras in Ahrensburg. "Die neuen Anwendungsfelder für unsere Technik wachsen exponentiell und wir können aus den vielen Daten ganz neue Lösungen und Geschäftsideen generieren. Dazu ist aber eine gemeinsame und abgestimmte Entwicklung notwendig, die nicht durch enge Vorschriften vorschnell abgebremst wird. Es gilt einen Flickenteppich in der Digital- und Datenpolitik zu vermeiden."

Joachim Klaus, Geschäftsführer der LESER GmbH in Hohenwestedt stellt Sicherheitsventile zur Druckabsicherung für unterschiedliche Anwendungen der Prozessindustrie her. "Wir erwarten, dass KI in Zukunft auch im Maschinenbau eine zunehmende Rolle spielen wird, z.B. zur Unterstützung von kundennahen Geschäftsprozessen, und in den Produktionsabläufen z.B. zur Identifikation und Prüfung von Teilen. Das sind wichtige Beiträge zu einer effizienteren Produktion und KI wird zu mehr Wettbewerbsfähigkeit beitragen".

Aus Sicht der effizienten Schifffahrt und der Klimaneutralität sieht Dr. Frank Starke, Geschäftsführer Caterpillar Motoren, Kiel, die neuen digitalen Möglichkeiten. "KI-Technologien wie beispielsweise "maschinelles Lernen" werden in der Industrie bereits erfolgreich angewandt, etwa bei der Erkennung von Mustern zur Fehlererkennung oder bei der Fernwartung von Maschinen. Hier haben wir bereits viel Erfahrungen im Service und nutzen die neuen Entwicklungen zur Verminderung des Kraftstoffverbrauchs im weltweiten Seehandel. Gleichzeitig wollen wir mit dem Projekt "Maritime Energiewende" in Richtung des klimaneutralen Schiffverkehrs forschen und so die gesetzten CO2- Ziele gemeinsam mit der Politik in Schleswig- Holstein erreichen."

Matthias Pilz, Standortleiter bei Oerlikon Neumag in Neumünster sieht die Digitalisierung der Arbeitswelt als wichtigen Baustein bei der Umsetzung neuer Geschäftsideen. "Die neue Arbeitswelt mit KI (er-)fordert den Menschen. Wir müssen unsere Mitarbeiter beim lebenslangen Lernen unterstützen und sie frühzeitig in unsere Überlegungen mit einbeziehen. Dazu gilt es gemeinsam mit der Politik jetzt einen Masterplan für Aus- und Weiterbildung zu erstellen," erläuterte Pilz. "Auch in unserem Unternehmen nutzen wir die neuen Möglichkeiten, um den Vorsprung im globalen Wettbewerb auszubauen. Wir brauchen aber den richtigen Nachwuchs mit dem Know-how im Software- und Hardware-Umfeld".

Dr. Jörg Mutschler vom VDMA ist zufrieden: "KI ist eine Schlüsseltechnologie, um unseren Vorsprung in der industriellen Produktion ausbauen zu können. Im Industrieland Deutschland und hier in Schleswig-Holstein wird eine erfolgreiche Umsetzung der KI-Strategie wesentlich über den Maschinenbau führen. Der heutige Tag hat gezeigt, wie wichtig der Informationsaustausch und die konstruktive Diskussion zwischen Politik und Wirtschaft für den Standort ist. Wir danken Minister Buchholz für sein großes Engagement".

Abschließend zeigte sich auch Minister Dr. Bernd Buchholz zufrieden: "Ein anstrengender und lohnender Tag für mich. Wir haben viel diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Nun nehmen wir unsere Hausaufgaben mit und auch der schleswig-holsteinische Maschinenbau hat sein Arbeitspaket gepackt. Ein erfolgreicher Erfahrungsaustausch, den ich unbedingt fortsetzen möchte, da ich überzeugt bin, dass die Künstliche Intelligenz die Schlüsseltechnologie ist, die unseren Industriestandort auf den nächsten Level bringt.“